TAUCHEN MIT DIABETIS

Tauchen auf der Insel Elba, für Diabetiker - kein Problem!

Diabetes und Tauchen: Passt das zusammen? Tauchen auf Elba: Spiro Sub Tauchzentrum Marina di Campo Grundsätzlich stellt es kein größeres Problem dar, wenn Menschen mit Diabetes Sport treiben, vorausgesetzt, dass einige wichtige Punkte beachtet werden. Dies gilt besonders für das Tauchen, da hierbei die kleinste diabetische Entgleisung unter Wasser durchaus erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Die Voraussetzung für einen Tauchurlaub ohne unerwünschte Zwischenfälle ist eine sorgfältige Vorbereitung. Die Schwierigkeit beim Tauchen liegt für Menschen mit Diabetes darin, während des Tauchganges nicht zu stark zu überzuckern und erst recht nicht zu unterzuckern. Um zu niedrige Blutzuckerwerte im Wasser zu vermeiden, sind hohe Blutzuckerwerte vor dem Tauchgang erforderlich. Diese verstärken noch die Dehydrierung, die beim Tauchen ohnehin auftritt. Für einen Taucher mit Diabetes bedeutet dies konkret darauf zu achten, dass einerseits die Blutzuckerwerte nicht zu hoch sind, um nicht zu viel Flüssigkeit zu verlieren, andererseits müssen sie ausreichend hoch sein, um nicht zu unterzuckern.

Tauchen auf Elba: Spiro Sub Tauchzentrum Marina di Campo Durch den erhöhten Blutzuckerwert wird wiederum die Nierenfunktion angeregt. Zusammen mit der trockenen Atemluft und der schon vorhandenen so genannten Taucherdiurese (Wasserausscheidung) wird es kritisch mit dem Wasserhaushalt. Eine weitere vermehrte Wasserausscheidung und "dickflüssigeres" Blut können die Folge sein. Das Risiko eines Dekompensations-Unfalls steigt dabei dramatisch an. Eine geeignete Gegenmaßnahme kann nur eine vermehrte Flüssigkeitsaufnahme (ca. 2-3 Liter) vor dem Tauchgang sein. Das Risiko für eine Unterzuckerung kann vermieden werden, wenn der Ausgangsblutzucker vor Tauchbeginn konstant über 180 mg/dl liegt. Dabei reicht es nicht aus, nur den direkten Blutzuckerwert unmittelbar vor dem Tauchgang zu messen, sondern man muss seine Tendenz wissen, d.h. ob der Blutzucker konstant ist, steigt oder fällt. Deshalb muss er eine Stunde, eine halbe Stunde und direkt vor dem Tauchgang gemessen und ggf. korrigiert werden. Auch nach dem Tauchen sind weitere Blutzuckermessungen erforderlich.

Medizinische Voraussetzungen:
Wer Diabetes hat und tauchen will, sollte im Umgang mit seinem Diabetes erfahren sein, d. h. wissen, was bei einer drohenden Unterzuckerung (Hypoglykämie) getan werden muss.
Keinen Unterzuckerschock und keine Veränderung der aktuellen Medikation in den vorherigen zwölf Monaten.
Tauchen auf Elba: Spiro Sub Tauchzentrum Marina di Campo Regelmäßige Blutzuckerkontrollen.
Der HbA1c-Wert muss im Normbereich liegen.
Es dürfen keinerlei Hinweise auf diabetische
Folgeerkrankungen vorliegen.
Es sollte ein intaktes Gefäßsystem bestehen (keine schlechte Wundheilung, auch bei Typ-2-Diabetikern).
Darüber hinaus müssen alle weiteren
Gesundheitskriterien, die an jeden Taucher gestellt werden, ebenfalls eingehalten werden.
Die Tauchtauglichkeit wird regelmäßig durch einen Arzt überprüft (am besten sollte eine Taucherlaubnis von einem Diabetologen ausgestellt sein, mit der Erfüllung bestimmter Bedingungen, siehe: Thurm, Ulrike, Diving on insulin, Diabetes Journal 3/1996).

Durchführung des Tauchganges
Grundsätzlich muss auch der Tauchpartner mit dem Diabetes vertraut sein. Er muss wissen, wie in Notfallsituationen Glukose oral oder Glukagon als intramuskuläre Injektion verabreicht werden kann.
Taucher mit Diabetes sollten max. zwei Tauchgänge pro Tag durchführen, die nicht tiefer als 30m sind. Zudem sollte nach drei Tauchtagen eine Pause eingelegt werden, um dem Körper die Gelegenheit zu geben, sich vollständig wieder zu regenerieren.
Damit die Taucherkrankheit (DCS; decompression sickness) verhindert wird, muss besonderer Wert auf die Flüssigkeitsaufnahme gelegt werden (Minimum pro Tauchgang sind 1-2 Liter Flüssigkeit) sowie auf die Kontrolle des Blutzuckers (zwischen 160-220 mg/dl) direkt vor dem Tauchgang.
Tauchen Symptome einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) auf, muss der Tauchgang sofort abgebrochen werden.

Für alle Fälle gerüstet
Für den Fall der Fälle sollte man eine Notfallausrüstung griffbereit bei sich tragen. Sie sollte enthalten:
Mindestens zwei Tuben mit Glukosepaste (z.B. Jubin). Eine trägt der Diabetiker selbst, eine der Partner. Tauchen auf Elba: Spiro Sub Tauchzentrum Marina di CampoEine weitere Möglichkeit ist der Unterwasser-Trinkbeutel "SCUDA", in den ein zuckerhaltiges Getränk eingefüllt wird (Fruchtsaft etc.) und aus dem bei Bedarf auch während des Tauchgangs getrunken werden kann.
Notfallmedikamente (z.B. ein Hypokit Glukagon zur intramuskulären Injektion).
Glukosesticks zur Bestimmung des Blutzuckerspiegels.
Möglichkeit, im Notfall Hilfe zu holen (Handy).
Sonstiges Equipment (Sauerstoff, etc.), das bei keinem Tauchgang fehlen sollte.

Darüber hinaus sollten die Dauer und Intensität des geplanten Tauchgangs mit dem Partner durchgesprochen sein, der gegenseitige Trainingszustand bzw. die Taucherfahrung abgeklärt und das vor Ort herrschende Klima, die Wasser- und Landtemperatur sowie die eventuell abweichende Tageszeit beachtet werden.

Fazit Das Tauchen erfordert von einem Menschen mit Diabetes sehr viel Vorbereitung. Dennoch schließen sich Diabetes und Tauchen nicht aus, wie man lange Zeit vermutete. Sofern die Sicherheitsregeln beachtet werden, steht dem Eintauchen in die faszinierende Unterwasserwelt nichts mehr im Wege: Das Vergnügen im kühlen Nass kann also beginnen!

Informationen von: www.diabetes-world.net
http://www.diabetes-world.net/747987/sportarten/tauchen-fuer-diabetiker-kein-problem-

Wer weitere Infos über den Ablauf auf unserer Tauchbasis und unsere Ausrüstung bezüglich Diabetes und Tauchen haben will, melde sich bitte.

Auszug aus den Training Bulletins für PADI Mitglieder:
Richtlinien für Tauchen mit Diabetes:

Was bisher als in absolutem Widerspruch zum Tauchen stehend angesehen wurde, steht nun auch diesem Personenkreis offen - vorausgesetzt, die betreffende Person wurde ärztlich untersucht, und sie überwacht sorgfältig ihren Zustand. Taucher, die zur Behandlung ihrer Diabetes ein Medikament einnehmen ( Tabletten/Tropfen oder Insulin ), aber ansonsten zum Tauchen qualifiziert sind, können am Gerätetauchen teilnehmen, unter der Voraussetzung, dass bestimmte Kriterien erfüllt sind. Diabetiker, die strikt ihren Diätplan einhalten, werden die Richtlinien leicht erfüllen. Es sind dies gemeinsame Richtlinien des Undersea and Hyperbaric Medicine Society (UHMS) und von Divers Alert Network (DAN) die im Jahre 2005 einen Workshop zum Thema Diabetes und Sporttauchen gesponsert hatten (" Diabetes and Recreational Diving: Guidelines for the Future").


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